Kuriositäten

Zum Freundschaftsspiel am 3. Dezember 1950 wurde geschlossen mit dem Velo nach Bazenheid gefahren. Das war übrigens noch lange Zeit üblich, weil noch niemand ein Auto besass und der Bahntransport für viele zu teuer war. Nur bei sehr schlechtem Wetter entschloss man sich zuweilen, mit dem Zug zu fahren – wie am 1. April 1951, als man zu einem Freundschaftsspiel nach Affeltrangen fuhr (Kosten Fr. 1.50 pro Person).

1954 wurde ein Spieler namens Pius Heuberger wegen Fr. 13.75 be trieben, weil er die Monatsbeiträge inklusive Lizenz- und Versicherungsprämien nicht bezahlt hatte.

Es wurden seit den Fünfziger- noch weit in die Siebzigerjahre sogenannte Regelabende durchgeführt, während denen ein vom Verband ausgeliehener Film gezeigt wurde und an dem meist ein „Fachmann“ anwesend war.

1951 wurde „Ernstli“ Welte vom Verein mit Fr. 1.— entlöhnt, weil er in allen Haushaltungen in Nieder- und Oberstetten ein Flugblatt als Einladung zu einem solchen Film austrug.

Der Henauer Schuhmacher Bartolomae bot im November 1951 wegen vielleicht zu kaufenden Kickschuhen seine Dienste an. Er stellte 5% Rabatt in Aussicht und war bereit, weitere 5% in die Kasse des FC zu zahlen.

In den Fünfzigerjahren war ein sportärztliches Gutachten notwendig , um aktiv Fussball zu spielen. Alois Wirth wurde damals vom Arzt tatsächlich als untauglich erachtet. Man fragte jedoch den Verband an, ob der genannte Spieler nicht doch wenigstens als Goalie mittun könnte...

In den 1952 geschriebenen Statuten ist von einer recht rigorosen Bussenverfügung die Rede (Art. 13): Nichtantreten oder zu spätes Erscheinen bei Wettspielen: Fr. 5.— bis Fr. 10.—; Versäumnis beim Training: 20 Rp.; Versäumnis bei Versammlungen: 50 Rp.; Nichtbefolgung bei Aufgeboten fürs Platzzeichnen und Platzarbeiten: 50 Rp.; bei undisziplinarischem Benehmen bei Wettspielen: Fr. 1.— bis Fr. 10.—.

Eine schwere Überschwemmung überflutete 1954 den ganzen Fussballplatz und richtete grossen Schaden an.

Das Wintertrainingin fand in den Anfangsjahren mangels geeigneter Turnhallen „auf dem Hausplatz von dem Restaurant Traube in Niederstetten“ statt! Es wird angefügt, dass dies für die Kondition genügsam sei, die Ballbehandlung darunter aber etwas leide... Die Strassenbeleuchtung bzw. eine Occasions-Autolampe leistete zu dieser Zeit jeweils gute Dienste...

Schon 1959 war Max Wirth der Eintreiber der Passivbeiträge. Die Versammlung schlug vor, dass Max 10% dieser Einnahmen behalten darf!

Dem bereits besagten Max Wirth wurde 1960 die FCN-Reisekasse gestohlen. Max ersuchte den Dieb, „das Geld so schnell wie möglich zurückzugeben, ansonsten der Betrag vom Verein übernommen werden muss“.

1965 wurde der damalige Präsident Karl Bettschen von der Dorfbürgerkorporation Niederstetten angehalten, sämtliche Zufahrtsstrassen zum Sportplatz staubfrei zu halten wegen des sonst daraus entstehenden Kulturschadens...

Die Gemeinde Uzwil hat sich hierauf verpflichtet, die Strasse zum Sportplatz den ganzen Sommer hindurch zu befeuchten (!), um Futterschäden, die durch den Staub im Gras entstehen könnten, zu vermeiden.

Jahrelang schwangen Trainer ohne Trainerdiplom-Ausbildung das Zepter! Es wurde 1969 dem Verband mitgeteilt, „dass viele unserer Aktivmitglieder Bauern sind und es ihnen deshalb nicht möglich ist einen solchen Kurs zu besuchen“...
1970 wurde diskutiert , ob neue Torstangen angeschafft werden sollen, dann aber beschlossen wurde, „sie einstweilen noch stehen zu lassen, bis sie von selbst zusammenfallen“...

Im Herbst 1974 wurde für interessierte Fussballer ein Kochkurs organisiert.

bis 1976 wurde Rekruten ein Päckli in die RS geschickt. Seither wird in diesem Jahr auf den Jahresbeitrag des jeweiligen Spielers verzichtet. Ich weiss allerdings nicht, ob das heute noch gilt.

1990 wäre beinahe ein DFC Niederstetten gegründet worden!

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